Donnerstag, 15. November 2018

Was passiert im Jahr 2019?

Es ist unglaublich, aber wahr: Das Jahr 2018 ist fast zu Ende. Weil ich schon länger auf meinem Blog nichts mehr geschrieben habe dachte ich mir ich gebe mal einen kurzen Überblick darüber, wie es im Jahr 2019 weitergehen soll oder besser gesagt KANN. 

Kurz vorab: Ich halte nichts von Vorsätzen. Vorsätze klingen mir zu sehr nach etwas, was „Pflicht“ bedeutet. „Ich sollte im nächsten Jahr das und das tun…“ Während andere das sagen, frage ich: „Warum?“ Wer sagt dir, was du tun sollst und vor allem, wann? Ich habe die Erfahrung gemacht dass es viel wertvoller ist, Wünsche zu haben. Wünsche und Träume sind das, was uns antreibt. Deswegen ein kleiner Tipp von mir im Voraus: Häufiger mal „Ich wünsche mir“ sagen. Außer Acht lassen sollte man dabei allerdings auf keinen Fall die Tatsache, dass man an der Erfüllung von Träumen und Wünschen selbst arbeiten muss. Von nichts kommt nichts.

Nun zum Thema. Wie soll es im Jahr 2019 weiter gehen? Ich muss zugeben, im Jahr 2018 ist wahnsinnig viel passiert. Ich erwarte tatsächlich nicht viel, aber vielleicht haben einige von euch Fragen. 

In diesem Jahr habe ich einen halbjährlichen Schauspielkurs absolviert und das mit Erfolg. Erfolg deswegen, weil mich der Kurs weitergebracht hat. Ich habe wahnsinnig viel gelernt und wusste danach ganz genau, dass ich Theater spielen möchte - ehrlich gesagt, habe ich es auch schon währenddessen gewusst... Ich finde diese Gewissheit amüsant, weil ich das Theaterschauspiel in einigen Punkten unterschätzt, in anderen sogar überschätzt habe. Ich habe immer gesagt: „Theater spielen ist nichts für mich. Das ist alles nicht authentisch, das ist alles viel zu hochgestochen.“ Ist es aber nicht. Zudem habe ich auch immer gedacht, dass es wahnsinnig schwierig sein muss, viel Text auswendig zu lernen. Ich gebe es zu: Ich hasse Auswendiglernen. Die Erfahrung, die ich gemacht habe ist die, dass sich der Text von ganz allein den Weg ins Hirn bahnt. Die Routine macht es. Spielst du die Szene immer und immer wieder, dann kannst du den Text irgendwann. Selbst eine neue Sprache zu lernen, ist möglich. Ich habe eine Theatergruppe gefunden, mit der ich mittlerweile seit mehreren Wochen zwei Mal in der Woche bis spät abends Probe. Es handelt sich dabei um eine Gruppe, die seit mehreren Jahren traditionelles Theater auf Plattdeutsch spielt. Ich kann kein einziges Wort Plattdeutsch und tue tatsächlich nur so, als würde ich es sprechen. Theater macht’s möglich. 

Um noch einmal auf den Erfolg zurückzukommen: Ich wusste also, dass ich Theater spielen möchte. Ich habe mich auf eine Ausschreibung gemeldet und so meine besagte kleine Theatergruppe des Kolping in Salzbergen gefunden. Mit wahnsinnig talentierten Menschen! Seitdem spiele ich Theater und es ist großartig! 

Ich habe auch recht viele Bilder im Social Media, auf meiner Sedcard sowie auf meiner Webseite hochgeladen - wer es eventuell vergessen hat, ich bin ja auch "Model. Der eine oder andere wundert sich vielleicht darüber, weil er meine Beiträge zuvor gelesen hat. Ich hatte mal erwähnt, dass es weniger Shootings werden würden. Vielleicht überrascht es dich nun wenn ich dir mitteile, dass es sich bei den meisten Bildern um Ergebnisse auf bezahlten Shootings handelt. Die Zahl meiner Shootings, in der kein Geld geflossen ist – zumindest von der einen Hand in die andere – kann ich an zwei Händen abzählen. Und wenn da doch mal ein so genanntes TFP-Shooting gemacht worden sind, dann sind so viele gute Bilder entstanden, dass ich sie alle zeigen konnte. Es waren einige sehr interessante Projekte dabei: Der internationale Workshop auf Ibiza, die Modelsharings im Studio Lichtblicke in Remagen sowie bei Christoph Damian in Wuppertal, das Shooting mit der Fotografiestudentin Ani Levottumuus, das Portraitshooting mit Olaf Korbanek sowie meine diversen Homeshootings: Diese und noch andere Shootings waren alle etwas Besonderes und ich bin jedem Fotografen, der mit mir zusammengearbeitet hat, sehr dankbar. 

Im Jahr 2019 werde ich definitiv weitermachen, allerdings kann ich noch nicht sagen, in welchem Ausmaß. Ich werde erneut meine Zusammenarbeit als Model anbieten, werde allerdings nach wie vor stark filtern. Ich nehme noch lange nicht jede Anfrage an und so wird sich das hoffentlich die nächsten Jahre nicht weiter ändern. Freie Shootings werde ich nach wie vor sehr begrenzt halten und gegebenenfalls lieber selbst ein bisschen Geld in die Hand nehmen, um mal das eine oder andere Designerstück zu leihen oder mir ein cooles Styling verpassen zu lassen. Allerdings hat das vorerst keine Priorität. Mein Herz schlägt nach wie vor für die Schauspielerei und ich persönlich wünsche mir mehr Möglichkeiten in dem Bereich. Ich weiß aber auch, wie schwierig das ist. Ebenso, wie viele den Traum haben, Schauspieler zu werden. Finanzielle Sicherheit war mir schon immer wichtig und ist es bis heute. Um diese zu gewährleisten, habe ich einen Job und gehe arbeiten. Als Schauspieler wird man bei uns weder reich, noch kann man überhaupt den Lebensunterhalt bestreiten – das ist die bittere Wahrheit. So lange man das weiß, kann man als Schauspieler dennoch glücklich werden, denn man findet Wege, um das zu machen, was man machen will – ohne Angst haben zu müssen, die Miete nicht zahlen zu können. Und wer an großen Ruhm glaubt und danach im höchsten Maße strebt, dem kann ich nur folgendes sagen: 

„Wer Ruhm als seine höchste Motivation dafür betrachtet, gewisse Dinge zu tun, der sollte seine Entscheidung noch einmal überdenken.“ 

Und was den Rest betrifft: Man kann den Großteil des Lebens sowieso nicht planen, denn es kann unglaublich viel passieren. Alles andere wäre auch langweilig, oder?

Danke für die Aufmerksamkeit 
Eure Elsi

Ich bin dann (erst) mal weg...

Der eine oder andere hat sich vielleicht schon gewundert, warum man mich sowohl auf Facebook als auch auf Instagram nicht mehr findet. Ic...