Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ich bin dann (erst) mal weg...



Der eine oder andere hat sich vielleicht schon gewundert, warum man mich sowohl auf Facebook als auch auf Instagram nicht mehr findet. Ich habe beide Accounts vorerst für eine unbestimmte Zeit deaktiviert. Ich habe für mich entschieden, dass ich mir eine Auszeit von den sozialen Netzwerken nehmen möchte.

Ich kann noch nicht absehen, ob und wann ich die Accounts wieder reaktivieren werde. Man kann mich nach wie vor über den Facebook-Messenger erreichen, denn dieser ist wohl unabhängig davon nutzbar, ob das Facebook-Konto online ist oder nicht.

Für Fotografen gilt allerdings, dass ich für Neuanfragen über Facebook und Instagram nicht mehr buchbar bin, sondern ausschließlich über die Modelkartei, meine Homepage mit Angabe der Fotografensedcard oder anderweitiger Internetpräsenz sowie über meine Agenturen. Fotografen, die mir bereits bekannt sind, dürfen mich nach wie vor gern über den Messenger kontaktieren.

Eventuell findet sich ein anderer Weg, Bilder von Projekten zu präsentieren. Auf meiner Webseite tue ich das schon ausgiebig. Es lohnt sich also, einen Blick auf meine Webseite zu werfen.

Wer mich anderweitig erreichen möchte, dem steht das Kontaktformular dafür zur Verfügung. Sämtliche Mails beantworte ich möglichst zeitnah.

Liebe Grüße
Eure Elsi

Donnerstag, 15. November 2018

Was passiert im Jahr 2019?

Es ist unglaublich, aber wahr: Das Jahr 2018 ist fast zu Ende. Weil ich schon länger auf meinem Blog nichts mehr geschrieben habe dachte ich mir ich gebe mal einen kurzen Überblick darüber, wie es im Jahr 2019 weitergehen soll oder besser gesagt KANN. 

Kurz vorab: Ich halte nichts von Vorsätzen. Vorsätze klingen mir zu sehr nach etwas, was „Pflicht“ bedeutet. „Ich sollte im nächsten Jahr das und das tun…“ Während andere das sagen, frage ich: „Warum?“ Wer sagt dir, was du tun sollst und vor allem, wann? Ich habe die Erfahrung gemacht dass es viel wertvoller ist, Wünsche zu haben. Wünsche und Träume sind das, was uns antreibt. Deswegen ein kleiner Tipp von mir im Voraus: Häufiger mal „Ich wünsche mir“ sagen. Außer Acht lassen sollte man dabei allerdings auf keinen Fall die Tatsache, dass man an der Erfüllung von Träumen und Wünschen selbst arbeiten muss. Von nichts kommt nichts.

Nun zum Thema. Wie soll es im Jahr 2019 weiter gehen? Ich muss zugeben, im Jahr 2018 ist wahnsinnig viel passiert. Ich erwarte tatsächlich nicht viel, aber vielleicht haben einige von euch Fragen. 

In diesem Jahr habe ich einen halbjährlichen Schauspielkurs absolviert und das mit Erfolg. Erfolg deswegen, weil mich der Kurs weitergebracht hat. Ich habe wahnsinnig viel gelernt und wusste danach ganz genau, dass ich Theater spielen möchte - ehrlich gesagt, habe ich es auch schon währenddessen gewusst... Ich finde diese Gewissheit amüsant, weil ich das Theaterschauspiel in einigen Punkten unterschätzt, in anderen sogar überschätzt habe. Ich habe immer gesagt: „Theater spielen ist nichts für mich. Das ist alles nicht authentisch, das ist alles viel zu hochgestochen.“ Ist es aber nicht. Zudem habe ich auch immer gedacht, dass es wahnsinnig schwierig sein muss, viel Text auswendig zu lernen. Ich gebe es zu: Ich hasse Auswendiglernen. Die Erfahrung, die ich gemacht habe ist die, dass sich der Text von ganz allein den Weg ins Hirn bahnt. Die Routine macht es. Spielst du die Szene immer und immer wieder, dann kannst du den Text irgendwann. Selbst eine neue Sprache zu lernen, ist möglich. Ich habe eine Theatergruppe gefunden, mit der ich mittlerweile seit mehreren Wochen zwei Mal in der Woche bis spät abends Probe. Es handelt sich dabei um eine Gruppe, die seit mehreren Jahren traditionelles Theater auf Plattdeutsch spielt. Ich kann kein einziges Wort Plattdeutsch und tue tatsächlich nur so, als würde ich es sprechen. Theater macht’s möglich. 

Um noch einmal auf den Erfolg zurückzukommen: Ich wusste also, dass ich Theater spielen möchte. Ich habe mich auf eine Ausschreibung gemeldet und so meine besagte kleine Theatergruppe des Kolping in Salzbergen gefunden. Mit wahnsinnig talentierten Menschen! Seitdem spiele ich Theater und es ist großartig! 

Ich habe auch recht viele Bilder im Social Media, auf meiner Sedcard sowie auf meiner Webseite hochgeladen - wer es eventuell vergessen hat, ich bin ja auch "Model. Der eine oder andere wundert sich vielleicht darüber, weil er meine Beiträge zuvor gelesen hat. Ich hatte mal erwähnt, dass es weniger Shootings werden würden. Vielleicht überrascht es dich nun wenn ich dir mitteile, dass es sich bei den meisten Bildern um Ergebnisse auf bezahlten Shootings handelt. Die Zahl meiner Shootings, in der kein Geld geflossen ist – zumindest von der einen Hand in die andere – kann ich an zwei Händen abzählen. Und wenn da doch mal ein so genanntes TFP-Shooting gemacht worden sind, dann sind so viele gute Bilder entstanden, dass ich sie alle zeigen konnte. Es waren einige sehr interessante Projekte dabei: Der internationale Workshop auf Ibiza, die Modelsharings im Studio Lichtblicke in Remagen sowie bei Christoph Damian in Wuppertal, das Shooting mit der Fotografiestudentin Ani Levottumuus, das Portraitshooting mit Olaf Korbanek sowie meine diversen Homeshootings: Diese und noch andere Shootings waren alle etwas Besonderes und ich bin jedem Fotografen, der mit mir zusammengearbeitet hat, sehr dankbar. 

Im Jahr 2019 werde ich definitiv weitermachen, allerdings kann ich noch nicht sagen, in welchem Ausmaß. Ich werde erneut meine Zusammenarbeit als Model anbieten, werde allerdings nach wie vor stark filtern. Ich nehme noch lange nicht jede Anfrage an und so wird sich das hoffentlich die nächsten Jahre nicht weiter ändern. Freie Shootings werde ich nach wie vor sehr begrenzt halten und gegebenenfalls lieber selbst ein bisschen Geld in die Hand nehmen, um mal das eine oder andere Designerstück zu leihen oder mir ein cooles Styling verpassen zu lassen. Allerdings hat das vorerst keine Priorität. Mein Herz schlägt nach wie vor für die Schauspielerei und ich persönlich wünsche mir mehr Möglichkeiten in dem Bereich. Ich weiß aber auch, wie schwierig das ist. Ebenso, wie viele den Traum haben, Schauspieler zu werden. Finanzielle Sicherheit war mir schon immer wichtig und ist es bis heute. Um diese zu gewährleisten, habe ich einen Job und gehe arbeiten. Als Schauspieler wird man bei uns weder reich, noch kann man überhaupt den Lebensunterhalt bestreiten – das ist die bittere Wahrheit. So lange man das weiß, kann man als Schauspieler dennoch glücklich werden, denn man findet Wege, um das zu machen, was man machen will – ohne Angst haben zu müssen, die Miete nicht zahlen zu können. Und wer an großen Ruhm glaubt und danach im höchsten Maße strebt, dem kann ich nur folgendes sagen: 

„Wer Ruhm als seine höchste Motivation dafür betrachtet, gewisse Dinge zu tun, der sollte seine Entscheidung noch einmal überdenken.“ 

Und was den Rest betrifft: Man kann den Großteil des Lebens sowieso nicht planen, denn es kann unglaublich viel passieren. Alles andere wäre auch langweilig, oder?

Danke für die Aufmerksamkeit 
Eure Elsi

Dienstag, 9. Januar 2018

Warum ich kein TFP* mehr mache


Gut… so gesehen: Ganz richtig ist die Äußerung auch nicht. Ich bin durchaus noch für TFP-Shootings verfügbar, aber eben nur dann, wenn die Umstände passen. Aber was für Umstände sind das genau? Hier mal ein kleiner Einblick in mein bescheidenes Leben.

Als ich angefangen habe, als Model vor der Kamera zu stehen, hatte ich kaum Erfahrung. Ich war Studentin in Münster und war dabei, im Leben selbständig zu werden. Ich dachte mir, das mit dem Modeln probiere ich doch mal aus. Es gab damals ja schon die Modelkartei. Das Profil war schnell erstellt, nachdem ich erste Bilder hatte, die sich zeigen lassen konnten. Die ersten Bilder sind im Rahmen eines Tanzauftrittes für eine Industrialband entstanden.  Ich habe mich immer gefreut, wenn Fotografen mit mir arbeiten wollten, um hinterher schöne Bilder zu bekommen. Ich kam schon recht früh mit sehr vielen Bereichen der Fotografie in Berührung. Von Portrait- bis Akt- und Fetischaufnahmen war so ziemlich alles dabei. Mit dem, was ich tue, Geld zu verdienen, stand bei mir nie im Vordergrund. Schließlich hatte ich ja einen Job, von dem ich gut leben konnte. Meine Ausgaben waren nicht besonders hoch, demnach war also alles easy. Ich hatte aber durchaus die Möglichkeiten, nebenbei Geld zu verdienen. Das war dann sicherlich ganz nett, schließlich arbeitete ich ja auch nicht für meine eigenen Projekte, sondern war dann als Model für Workshops gebucht. Egal ob Nebenverdienst oder nicht: Ich habe immer mit Fotografen auf TFP-Basis gearbeitet. Es ging mir darum, gute Ergebnisse zu erzielen und Bilder für mein Portfolio zu haben. Ich bin oftmals weit gereist – mehrere 100 km. Sätze wie: „Du bist zu weit weg“ existierten bei mir nicht. Wenn ich etwas wollte, habe ich es mir schlichtweg genommen und habe entsprechend investiert. Geld, Zeit und Energie.

Mittlerweile haben sich viele Dinge geändert. Eigene Wohnungen hatte ich zwar durchaus schon, aber es ist so gesehen das erste Mal, dass ich die Kosten alleine tragen muss. Die früheren Wohnungen / Zimmer waren entweder entsprechend günstig oder die Kosten wurden geteilt. Ich habe momentan einen Job, der nicht gut bezahlt wird, die Ausgaben sind durch Wohnung, Auto etc.pp. entsprechend hoch. Wenn man in der Situation ist wie ich, dann überlegt man sich, wie sich zusätzlich Geld verdienen lässt. Also schreibe ich entsprechend aus und biete die Zusammenarbeit als Model für Fotografen an. Fotografen, die Models suchen, gibt es genug. Die Frage ist nur, wie hoch der Preis sein soll. Die meisten wollen den Preis = o. Sehr wahrscheinlich deswegen, weil sie mit der gleichen Motivation an die Arbeit heran gehen, wie ich früher: Gute Bilder. Es geht um den Spaß, es ist ein Hobby.

Nur wenige Menschen haben ein Verständnis dafür wie es ist, kaum oder gar kein Geld zu haben. Verzicht oder etwas zu opfern sind für die meisten Menschen Fremdworte. Schlichtweg aus dem Grund, weil sie noch nie in der Situation waren, wie ich und Tausende andere auch. Und eben weil ich meine Situation am besten kenne und alles tun möchte, um daran etwas zu ändern, gebe ich diese Opfer: Ich habe mein Hobby aufgegeben um was zu tun? Überleben! Das mag hoch dramatisch klingen, aber nur so verstehen es die Menschen. Traurig, aber leider wahr.

Ich würde wahnsinnig gerne wieder mehr Zeit für Fotos investieren, aber momentan kann ich es mir einfach nicht leisten. Da sind Outfits, die geplant und eventuell vorher besorgt werden und Fahrtkosten, die getragen werden müssen. Davon abgesehen: Opfere ich einen Tag für Freude und Spaß, dann fehlt mir ein Tag, an dem ich Geld verdienen kann. Und das ist bei mir momentan nicht drin. Und ja, diese Gewissheit tut weh. Es tut weh, dieses Opfer geben zu müssen, aber so ist nun einmal das Leben.

Da ich aber weiß, dass ich als Model durchaus Geld verdienen kann, biete ich es entsprechend an. Wer sich mit meinen Referenzen einmal auseinander gesetzt hat und auch meine Bilder kennt, wird verstehen, was ich meine.  Dieses Angebot kann man entweder wahrnehmen oder man lässt es bleiben. Nicht mehr, nicht weniger. Und wer unbedingt schöne Bilder für lau mit mir machen möchte, kann mir gern entgegen kommen und vielleicht anbieten, einen Teil der Kosten zu bezahlen – nur um das ganz deutlich zu machen: Ich erwarte das keineswegs! Es wäre dennoch eine Idee, aber darauf kommen auch nur die wenigsten.

Wer also nicht dazu bereit ist, Kompromisse einzugehen, der muss mit leeren Händen weitergehen. Aber ich bin für mein eigenes Leben selbst verantwortlich und stecke mir Ziele und Prioritäten selbst. Freude und Spaß: Alles schön und gut. Aber wenn ich am Ende da sitze und weder mich, noch meine Katzen ernähren kann, ist damit niemandem geholfen. Oder sehe ich das etwa falsch?

Und für alle die, die jetzt sagen: Dann such dir einen besseren Job, dem strecke ich großzügig den Mittelfinger entgegen. Sei gerne mal in meiner Situation, gebe gern mal all deine Energie für nichts, mache mal ein bis zwei Jobs noch nebenbei. Kennste nicht? Komisch…

Und nein, dieser Beitrag soll kein – wie sagt man heute so schön… - „Mimimi“ (wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?) - Beitrag sein. Er sagt schlicht die Wahrheit und soll dem einen oder anderen die Realität aufzeigen. Es mag viele Mädels geben, die sich für unwiderstehlich halten, keinen anderen Job haben und die Hände entgegenstrecken. So etwas nennt man pure Geldgeilheit. Ich hingegen gebe ein Opfer – ein sehr großes sogar – damit ich mehr Zeit zum Arbeiten habe. Mit „Arbeiten“ meine ich übrigens nicht monetäre Arbeit, sondern Arbeit an der Gesamtsituation. Es wird demnächst noch weitere Veränderungen geben. Der große Unterschied ist aber der, dass ich dazu bereit bin, mich auf diese Veränderungen einzulassen, weil ich mein Leben verändern möchte. Ich probiere gerne Neues aus und sehe am Ende, ob es sich gelohnt hat oder nicht.


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Elsi



*TFP = Die Bezeichnung time for prints (
englisch, kurz: TFP, auch time for pictures) steht in der Fotografie für eine Vereinbarung zwischen einem Fotomodell und einem Fotografen, bei der das Modell nicht mit einer Gage, sondern mit den Resultaten der Fotoaufnahmen für seine Dienste entlohnt wird. (aus: Wikipedia)

Ich bin dann (erst) mal weg...

Der eine oder andere hat sich vielleicht schon gewundert, warum man mich sowohl auf Facebook als auch auf Instagram nicht mehr findet. Ic...