Dienstag, 13. September 2016

Filmrezension: A GIRL LIKE HER

A GIRL LIKE HER

Genre:
Drama
Schauspieler: Lexi Ainsworth, Hunter King, Jimmy Bennet
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten

Auf Netflix heißt es: „Mit einer versteckten Kamera und einem Dokumentarfilm sagt eine Highschool-Schülerin, die gemobbt wird und an Selbstmord denkt, ihrer Peinigerin den Kampf an.“ 

Weil mich der Text angesprochen hat und ich finde, dass das Thema Mobbing sehr wichtig und leider nicht selten an Schulen oder gar Arbeitsplätzen präsent ist, habe ich mir den Film angesehen. Jessica Burns. Hauptprotagonistin des Films, ist Schülerin an einer Highschool. Schon nach nur sehr wenigen Minuten wird deutlich, dass etwas nicht ganz rund läuft und vertraut ihrem besten Freund Brian an, dass sie an der Schule schikaniert wird und zu große Angst hat, um das Thema publik zu machen. Daraufhin schlägt Brian vor, die alltäglichen Strapazen mit Hilfe einer verstecken Kamera – einer hergerichteten Libelle, die als Anstecknadel fungieren soll -  aufzunehmen. Auch Brian möchte seine Handkamera nutzen, um die Ereignisse zu dokumentieren. Allerdings muss er Jessica versprechen, das Material niemals jemandem zu zeigen, um die Situation nicht noch schlimmer zu machen. Schlimmer kommt es allerdings nach einer gewissen Zeit später, denn Jessica schluckt eine handvoll Pillen, – aufgenommen von ihrer versteckten Kamera - gerät dadurch ins Koma und ein Kampf um ihr Leben beginnt. Daraufhin wird anlässlich des Dramas ein Dokumentarfilm an ihrer Highschool gedreht und sämtliche Schüler werden zu Jessica Burns und ihrer Situation befragt. Schnell kommt heraus, dass sie schikaniert worden ist – von ihrer ehemalig besten Freundin Avery... Auch auf Brain kommen die Reporter zu sprechen und finden heraus, dass er sich selbst die Schuld gibt, das alles so weit gekommen ist. Auch kommt irgendwann ans Licht, dass es eindeutiges Filmmaterial gibt. 

Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt des Films verraten. Interessant ist neben dem Umgang mit dem Thema die Kameraführung, die zwischen der versteckten und Dokumentarfilmkamera hin und her switcht. So wird auch eine Spannungskurve geschaffen, die dazu führt, dass der Zuschauer unbedingt wissen will, wie es weitergeht. An der Highschool wird das Thema Mobbing mit seinen Folgen heftig diskutiert, parallel dazu hängt Jessicas Leben am seidenen Faden.

Mich hat der Film emotional sehr gefesselt und ich bin sogar der Meinung, dass dieser Bestandteil an Schulen werden sollte, um in einer realistischen Weise Kindern und Jugendlichen das Thema Mobbing nahe zu bringen. Es ist kein Geheimnis, dass regelmäßig an Schulen und sogar an Arbeitsplätzen – wo man es mit erwachsenden Menschen zu tun hat – gemobbt wird und sich die Opfer oftmals nicht trauen, das Thema offen anzusprechen. Auf der anderen Seite wird das Thema anscheinend nicht ernst genug genommen und Folgen werden nicht früh genug vermieden. Aus diesem Grund ist es wichtig – aus Aufklärungsgründen – den Film zu sehen und auch zu verstehen.


Ich empfehle A GIRL LIKE HER, weil er sich realistisch mit einem alltäglichen Thema befasst, welches uns viel näher ist, als wir denken und gefährliche Folgen haben kann, wenn man dem Thema Mobbing nicht genügend Beachtung entgegen bringt. Noch dazu wird in dem Film nichts verschleiert, sondern er zeigt uns mit der bitteren Wahrheit die eiskalte Schulter.

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