Freitag, 26. August 2016

Wie alles begann

Weil ich jetzt schon länger nichts mehr geschrieben habe dachte ich mir, ich muss mal wieder einen Beitrag verfassen. Ich habe auch überlegt, was ein gutes Thema wäre, denn leider ist es nicht so einfach etwas zu finden. Ich habe dann mal einen Blick auf die Umfrageergebnisse geworfen und bemerkt, dass einige – immerhin vier Personen – daran interessiert sind zu wissen, wie ich überhaupt zum Modeln gekommen bin. Ich muss ehrlich gestehen mir zu wünschen, es hätten sich mehr Leute an der Umfrage beteiligt. Ich möchte das Interesse dieser Vier allerdings nicht außer Acht lassen, noch dazu halte ich es für sinnvoll, überhaupt die Anfänge zu thematisieren und habe deshalb den Artikel darüber verfasst, wie alles begann.

Ich wollte nie Model werden und habe als Model auch nicht angefangen. Die Eltern eines ehemaligen Freundes von mir haben uns – den Freund und mich - eines Tages mal zu einem Casting mitgenommen. Dieses war für eine Produktionsfirma, die ihre Darsteller aus ihrer eigenen Kartei für ihre Produktionen einsetzen. Das Casting verlief erfolgreich und wenige Monate später hatte ich meine erste Rolle mit Sprechtext für eine Gerichtssendung – ich weiß, das ist absolut nichts großes, aber für mich war das damals eine große Sensation. Ich war vom Drehbuch und von der Story begeistert und konnte mich gleich von der besten Seite zeigen. Nachdem ich damit sehr viele Menschen überzeugt und ich nach und nach immer wieder Anfragen bekommen hatte, habe ich sehr großen Spaß und Freude daran bekommen. Ich habe danach auch noch einige Casting für andere Produktionsfirmen gemacht, um einfach die Möglichkeiten zu erweitern.

Wie es aber oft so ist, wurde mir das irgendwann zu langweilig. Es war irgendwie immer dasselbe und nicht mehr besonders reizvoll für mich. Eine große Sache war für mich der Dreh für einen Kinofilm mit anschließender Filmpremiere. Ich kann aber gleich vorweg sagen, dass diese Premiere für mich ein großer Pechtag gewesen ist. Es lief unglaublich viel schief… vielleicht werde ich dieses Thema in einem gesonderten Beitrag etwas genauer erläutern. Jedenfalls, seit dieser besagten Dreherfahrung waren für mich die Einsätze für das Nachmittagsprogramm nicht mehr zu vergleichen mit einem hochprofessionellen Dreh für einen Kinofilm. Ich habe mit den Hauptdarstellern vor der Kamera gestanden. Also nicht mit „irgendjemanden“, sondern richtig mit Profis.

Ein Einschlag waren dann auch wohl die immer seltener werdenden Anfragen. Ich musste mir etwas anderes überlegen, was man ansatzweise mit filmischer Kamera vergleichen konnte. Und so machte ich vorerst Erfahrungen auf der Bühne als Tänzerin, weil ein Freund von mir eine Tänzerin für sein Bandprojekt gesucht hatte. So entstanden die ersten Fotos. Ich habe mich irgendwann auf einer Model- und Fotografenplattform angemeldet. Das erste Shooting – das war im Jahr 2011 - hatte ich allerdings mit Bedacht ausgewählt: Ein Kommilitone, der nebenbei fotografiert hatte, ist auf mich aufmerksam geworden und so kam das eine zum anderen. Das erste Studioshooting folgte – das Shooting mit dem besagten Kommilitonen fand in seinem großen Haus statt -  und so kamen mehr Anfragen und mein Interesse wurde größer und größer. Ich war begeistert von der neuen Welt und den Möglichkeiten, von den Leuten sowieso. 

Was vielleicht für einige ganz interessant sein könnte: Das erste Fetisch-, Teilaktshooting hatte ich bereits im Jahr 2012. Ich habe sehr früh vieles ausprobiert und hatte auch immer Glück, was die Fotografen betroffen hatte, beziehungsweise habe ich recht früh erkannt, welcher Kontakt sich für mich lohnt und hilfreich sein könnte und auf wem ich besser verzichten sollte.

Eine Regelmäßigkeit hat sich im Jahr 2013 eingependelt. Zwischenzeitig habe ich weitere Bühnenerfahrung für eine Fetischshow machen und habe so sehr schnell eine gewisse Offenheit sowie Professionalität entwickeln können. Von Anfang an hatte ich es mit sehr guten, talentierten und erfahrungsreichen Menschen zu tun und das kam mir die Jahre zu Gute.

Mittlerweile ist es so, dass ich mir Fotografen auswähle, die mir Vorteile bieten, die mich weiterbringen. Mit Anfängern habe ich es schon lange nicht mehr zu tun es sei denn, sie sind dazu bereit, mich entsprechend zu bezahlen. Eine große Ausnahme mache ich dann, wenn die Arbeiten wirklich grandios sind. So etwas ist selten, gibt es aber durchaus. Ich habe einen Blick für gute Arbeiten entwickelt und auch ein Gespür dafür, mit was für Leuten ich es zu tun habe. Ich empfinde das als sehr wichtig, wenn man auch freie Arbeiten anbietet, um die Sedcard zu erweitern. Seit diesem Jahr – also 2016 – bin ich sogar nebenberuflich selbständig, demnach bewege ich mich also im semiprofessionellen Bereich. Ich arbeite sowohl auf eigener Faust, als auch mit Agenturen zusammen, wobei letzteres sich häufig nicht lohnt. Aber vielleicht ändert sich das auch noch.

Ich arbeite wirklich unheimlich gerne vor der Kamera. Ich muss aber gestehen es sehr schade und traurig zu finden, dass ich als Darstellerin nicht sehr oft angefragt werde, dabei gefällt mir die schauspielerische Richtung am besten. Ich würde gern mehr Erfahrung in dem Bereich machen wollen und arbeite darauf momentan hin. Ich wollte übrigens nie eine Schauspielausbildung machen und möchte das auch nach wie vor nicht. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig und würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Somit wäre ich auch schon am Ende dieses Artikels und hoffe sehr, dass einige ihren Gefallen daran finden werden. Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, für Vorschläge immer offen zu sein – das Kontaktformular gibt es nicht ohne Grund. Ihr dürft mich für konkrete Anliegen immer gern kontaktieren, ich freue mich jedenfalls sehr darüber.

Bis dahin und einen lieben Gruß an die Leser,

Elsi S

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