Freitag, 29. Juli 2016

Einige Wochen später... wie ist das jetzt so?

Mehrere Wochen sind nun vergangen, als ich mich dazu entschieden hatte, mein facebook-Account zu deaktivieren. Vielleicht werden sich einige Leute fragen, wie es mir damit so ergeht, ob ich etwas vermisse oder es ganz anders ist als zuvor.

Richtig viel verändert hat sich erst einmal so nichts. Ich bin auf facebook nicht mehr aktiv und bekomme wahrscheinlich von vielem nichts mehr mit. Durchaus schade ist, dass ich über Events nicht mehr informiert werde – das war vorher so einfach. Auf der anderen Seite sehe ich es aber auch so, dass man jetzt eben mehr gezielt nachfragen oder recherchieren muss. Ebenfalls etwas schade finde ich, dass man Neuigkeiten nicht mehr unbedingt so einfach teilen kann. Das ist tatsächlich für mich etwas ungewohnt. Sobald es irgendetwas Neues gegeben hat, dauerte es nicht mehr lange, bis ich die anderen User daran teilhaben ließ. Vielleicht aber interessiert das einen Großteil eh nicht so besonders.

Nach wie vor präsentiere ich neue Bilder auf meiner Seite, aber das ist mit nur wenigen Minuten getan. Meine Künstlerseite erfüllt also nach wie vor ihren Zweck. Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass man mich nur noch über meine Seite verlinken kann und kein Zusammenhang mit einem Privatprofil zu erkennen ist. Ich finde, dass das zusätzlich die Professionalität unterstreicht. Mir gefällt das sehr gut.

Für andere ist es sicherlich nicht mehr unbedingt einfach, mich zu kontaktieren, aber die Möglichkeiten bestehen durchaus. Nicht umsonst gibt es das Kontaktformular auf meiner Webseite – oder auch hier - sowie meine Mailadresse. Bisher wurden beide Möglichkeiten nicht genutzt - allerdings sind einige Leute auch im Besitz meiner Handynummer. Demnach ist vieles via WhatsApp schnell geregelt. Für den Fall, dass ich etwas Wichtiges mitzuteilen hatte, konnte ich bisher immer die betreffenden Leute erreichen.

Seitdem ich facebook nicht mehr nutze, bin ich viel gelassener und investiere meine Zeit gezielter. Ich ärgere mich nicht mehr über Beiträge oder Kommentare und werde nicht mehr durch Nachrichten belästigt. Ich nutze nun verstärkt die Modelkartei und hin und wieder auch google+ zum Netzwerken. Es gibt auch noch einen Instagram-Account, wo mir Leute folgen können sowie Twitter, was ich aber nur selten nutze und so oder so mit meiner Künstlerseite auf facebook verknüpft ist. Sobald ein Beitrag auf der Seite verfasst wird, taucht es auf Twitter im Feed für andere User auf. 

Aber noch etwas hat sich verändert: Seitdem ich facebook nicht mehr nutze, weiß ich meine Privatsphäre viel mehr zu schätzen. Sobald man nämlich die Möglichkeit hat, etwas mit Hilfe eines Netzwerkes zu teilen oder gar loszuwerden, nutzt man sie. Oder sagen wir besser: Die Gefahr dafür ist größer. Man kotzt sich aus, weil wieder irgendetwas blödes passiert ist, ärgert sich über eine bestimmte Person und rückt dann irgendwann damit heraus, um wen es sich eigentlich handelt oder der eine oder andere kommt selber drauf, weil er oder sie dazu in der Lage ist 1 und 1 zusammenzuzählen. Jetzt gibt es immer noch Dinge, die mich ärgern, es gibt hin und wieder einiges, das sich verändert und doch bleibt es vorerst bei mir. Außerdem begebe ich mich nicht mehr in die Gefahr, missverstanden zu werden, weil ich mich zwangsläufig aus allem heraushalte.

Noch dazu beschäftige ich mich mit Dingen, die mehr Informationen versprechen. Für Nachrichten nutze ich Apps oder lese auf repräsentativen Seiten nach. Und was wirklich wahnsinnig schön ist: Die Ablenkungsrate sinkt erheblich! Ich kann jetzt in Ruhe Serien oder Filme schauen, ohne vorher unterbrechen zu müssen, weil es auf facebook etwas Neues gibt oder ich angeschrieben worden bin. Sicherlich gibt es Personen, die da konsequent sind und den Computer einfach ausschalten – bei mir schon einmal nicht möglich, weil ich Serien und Filme über den Laptop schaue – oder die Tabs einfach schließen. Aber weil es facebook für mich nicht mehr gibt, komme ich gar nicht erst in Versuchung. 

Ich kann also zusammenfassend sagen, dass facebook für mich keinen Verlust darstellt. Ich habe nicht einmal den Drang, vielleicht doch mal eben schnell nachzusehen, was sich so getan hat. Ich konzentriere mich deutlich mehr auf mich selbst und auf mein Umfeld. Wenn mir langweilig ist, mache ich etwas anderes, anstatt meine  Zeit mit facebook zu verschwenden (!). Eines weiß ich zudem ganz sicher: Es gibt eine ganze Menge Leute, die irrelevantes Zeug von sich geben und mindestens einen davon kenne ich persönlich sehr gut. Ich frage mich dann einfach nur, ob diese Person nichts besseres zu tun hat oder ob das, was diese Person von sich gibt, wirklich jemanden interessiert. Nun ja, aber wer sich mitteilen will, der tut es. Zu jeder Zeit.

Ich genieße es derzeit, ein verschlossenes Buch zu bleiben, was mein Privatleben betrifft. Die Differenzierung zwischen diesem und der Arbeit vor der Kamera wird noch viel deutlicher und ich mache mich nicht mehr zu einem Angriffsziel für Menschen, die keine Ahnung haben oder viel besser in ihrer dunklen Ecke geblieben wären, um allein zu versauern, sich über ihr langweiliges Leben zu ärgern oder schlichtweg darüber, mit sich nichts anfangen zu wissen und billige Tricks anweden, um eben andere schlecht zu machen oder zu beleidigen. 

Eines finde ich aber noch wichtig: Ob jemand facebook nutzen möchte oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Ich verteufle niemanden, der das tut und schere auch niemanden unter einen Kamm. Facebook bietet durchaus auch eine ganze Menge Vorteile, aber für mich habe ich diese nicht mehr als sinnvoll erachtet, beziehungsweise ziehe einfach andere Methoden vor. Ich freue mich außerdem über jede Nachricht oder Mail, auf ein Lebenszeichen von jedem, der mir immer gern gefolgt ist.

Die Welt ist groß und irgendwo auf dieser werde ich nach wie vor verweilen. ;-)

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