Sonntag, 9. Oktober 2016

Wunschdenken vs. Realität: Als Model ist doch alles cool, oder?

Wenn man sich überlegt, was man als Model eigentlich so alles macht und was es heißt, Model zu sein, dann wird man sich sehr wahrscheinlich folgendes denken:

  • Als Model ist man begehrt
  • Als Model verdient man richtig viel Geld
  • Wenn man gut aussieht, fliegen einem die Angebote nur so zu
  • Man hat eigentlich nicht wirklich viel zu tun, steht vor der Kamera, wird fotografiert und bekommt DAFÜR Geld
  • Man kommt ganz groß raus

Wenn ich euch jetzt aber sage, dass der Alltag ganz anders aussieht und man sehr viele verschiedenen Dinge unter einen Hut bringen muss, würdet ihr mir das so einfach glauben? Ich finde es sehr wichtig, darüber zu sprechen, ggf. ist das auch hilfreich für diejenigen, die selber gern vor der Kamera stünden, um Geld zu verdienen, groß rauszukommen etc. Dass sich das allerdings viel mehr um ein Wunschdenken handelt, ist vielen gar nicht so bewusst. Die Realität sieht oftmals ganz anders aus und darum soll es in diesem Beitrag gehen.


Zu Punkt 1: Als Model ist man begehrt

Ist das wirklich so? Ich habe manchmal das Gefühl, dass es Männer gibt, die so ziemlich alles anbaggern, was nach Frau aussieht – aber davon einmal abgesehen. Die meisten bekommen irgendwie mit, das ich als Model vor der Kamera stehe. Oftmals handelt es sich um Onlineplattformen, auf denen ich meine Bilder präsentiere. Ich gebe auch öffentlich bekannt, nebenberuflich, aber auch hobbymäßig vor der Kamera zu stehen. Bilder ziehen natürlich an und wenn die Bilder dann auch noch erotisch sind, dann zieht das noch mehr Aufmerksamkeit auf sich. Was die allerwenigsten berücksichtigen ist, dass es sich bei einem Bild um ein Resultat handelt, welches während einer Zusammenarbeit mit einem Fotografen entstanden ist. Sprich, man hat sich vorher Gedanken dazu gemacht. Der Fotograf wollte gerne ganz besondere Bilder haben, weil er Ideen hatte und ich habe dafür mein Einverständnis gegeben. Es kommt auch mal vor, dass ich eine Idee habe und den Fotografen von dieser überzeugen kann. Also setzt man sich zusammen, erstellt ein Konzept und vereinbart ein gemeinsames Shooting. Die entstehenden Bilder dienen dazu, mein Portfolio zu erweitern und ich habe die Berechtigung, sie beliebig zu veröffentlichen und eben zu Präsentationszwecken zu nutzen.

Und natürlich zeige ich diese Bilder auch. Sie gehören zu meiner Persönlichkeit und verheimliche eben auch nicht, was ich in meiner Freizeit so tue. Und oftmals bekommt man dann zu lesen, man sollte sich doch nicht wundern, eindeutige Anfragen zu bekommen, wenn man entsprechende Bilder von sich zeigt. Ist also die Arbeit als Model zwangsläufig gleichbedeutend mit leicht zu haben oder sexuell empfänglich? Leider reduziert sich das sehr schnell auf eine oberflächliche Basis. Es kann also sein, dass Models in der Tat begehrt sind. Je mehr man von sich zeigt, desto begehrter sind sie anscheinend und – davon geht man automatisch aus – desto mehr kann man anscheinend mit ihnen anstellen. Ich weiß nicht, wie das männliche Gehirn genau funktioniert, aber an dieser Stelle scheint es auszusetzen... Ein Mädel oder eine Frau, die als Model arbeitet, ist genauso Mädel oder Frau wie jede andere auch. Als solche möchte sie gerne behandelt werden – mit Respekt. Der Unterschied mag nur daran liegen, dass ich gesellschaftliche Grenzen überschreite, denn man zeigt sich nicht so einfach in Unterwäsche oder nackt – das ist das denken der Allgemeinheit. Ich habe ein anderes Hobby als vielleicht viele andere und das macht mich als Person aus. Noch dazu nutze ich viele Plattformen auch als Model, weil es in vielen Punkten einfach sinnvoll ist.


Zu Punkt 2 und 3: Als Model verdient man ganz viel Geld und je besser man aussieht, desto mehr Aufträge fliegen einem zu:

Das ist eindeutig FALSCH. Es mag sein, dass es Modelle gibt, denen Aufträge zufliegen und die sich ihren Lebensunterhalt verdienen können. Kolleginnen, die ich kenne und meine Wenigkeit gehören zu dieser Sparte allerdings nicht. Einige sind in einer oder mehreren Agenturen gelistet, dazu gehöre ich auch. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man auch die Garantie hat, von Kunden gebucht zu werden. Agenturen gibt es unheimlich viele und die meisten stellen Konditionen, welchen der Großteil schon einmal nicht entspricht. In einer Agentur sind zudem viele Modelle gelistet, aus denen ein Kunde auswählen kann. Er sucht sich natürlich diejenige oder denjenigen aus, die oder der eher zu seinen Vorstellungen passt.

Eine andere Möglichkeit ist, sich Jobs selbst zu suchen, dafür gibt es entsprechende Plattformen. Dort kann man sich entweder auf Ausschreibungen bewerben oder man schreibt selbst aus: Man ist zufälligerweise an einem Ort und bietet die Zusammenarbeit an, zum Beispiel. Oft ist es allerdings so, dass sich niemand meldet oder – im Falle einer Bewerbung – gar keine Antwort kommt. Man ist leider darauf angewiesen, dass jemand zuverlässig genug ist, um Bewerbungen entsprechend zu beantworten. An der Kommunikation scheitert es sehr oft, eben weil sie oft gar nicht besteht. Also wie war das nochmal: Als Model verdient man viel Geld: Wenn man keiner renommierten Agentur angehört, oftmals keines oder nur sehr wenig, ggf. ein bisschen Taschengeld, aber das war es oft auch schon. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. In meinem Falle ist es aber so, dass ich nicht alle Aufnahmebereiche anbiete und auch noch einen Hauptjob habe, mit dem ich mein Geld verdiene und der mir Sicherheit gibt. Somit bin ich in der Situation, nicht unbedingt auf das Geld angewiesen zu sein. Ich wusste im Vornherein schon, was mich erwartet. Die Aufträge fliegen den Modellen eben auch nicht einfach so entgegen. Eingeninitiative, Engagement und Aktivität sind ganz wichtige Punkte wenn es darum geht, mal einen interessanten Job zu ergattern. Oft ist es nämlich so, dass man eine Anfrage bekommt – ein Angebot – welches man annehmen kann. Aber so etwas ist eher selten.


Dann zu den letzten Punkten, dass man eigentlich nicht viel zu tun hat und man ganz groß rauskommt: 

Man hat also nicht viel zu tun? Ich veröffentliche Ausschreibungen, lege Konditionen fest, korrespondiere mit Fotografen und Auftraggebern, erstelle Konzepte, Outfitzusammenstellungen und Make-ups, koordiniere Termine und Örtlichkeiten und muss dabei immer im Blick haben, wann ich regulär zu arbeiten habe und eventuell noch etwas anderes zu tun habe. Bahnverbindungen müssen gecheckt werden etc. Ohne Terminkalender geht gar nichts und ohne genaue Absprachen sowieso nicht. Bevor es zu einem Shooting kommt, muss man also entsprechend Vorarbeit leisten. Denn in den allerwenigsten Fällen ist es so, dass der Fotograf alles hat, was er für ein Shooting braucht. Auch eine Visagistin, die das Make-up und Haare macht, gibt es so gut wie nie. Für all das bin allein ich verantwortlich, aber das zahlt auch meine Arbeit aus. Je besser ich organisiert bin, desto einfacher geht es irgendwann von der Hand.

Das Thema Geld hatte ich weiter oben schon einmal angesprochen: Man verdient nicht unbedingt immer Geld, aber vieles ist eben auch davon abhängig, was man eigentlich möchte. Wenn mir die Arbeiten von Fotografen zusagen und ich ein Projekt als interessant erachte, bin ich daran interessiert, Bilder für mein Portfolio zu haben. In diesem Falle spricht man von einer Sedcarderweiterung und man shootet auf TFP-Basis. Im großen und ganzen bedeutet das, dass jeder seine Kosten selbst trägt und beide Parteien die gleichen Rechte an den Bildern haben. Und weil man weiß, dass es TFP gibt, bieten sehr viele sogar ausschließlich TFP-Shootings an. Fotografen wollen Modelle oftmals gar nicht bezahlen – aus welchen Gründen auch immer, diese mögen vielfältig sein. Ich als Model möchte dann bezahlt werden, sobald die Bereicherung der Sedcard einseitig ist. Das mag jetzt sehr arrogant klingen, aber eigentlich ist das ganz plausibel: Wenn ich qualitativ hochwertige Bilder im Portfolio habe, dann möchte ich diese Qualität beibehalten. Ein Amateur- oder Anfängerfotograf wird mir diese in den aller seltensten Fällen bieten können, also ist es nur verständlich, wenn ich ein TFP-Shooting ablehne und anbiete, mich zu buchen. Pay-Shootings dienen mir eher dazu, Kosten wieder einzuholen. Denn man muss bedenken, dass man Fahrten bezahlen muss, entsprechende Outfits, die man sich gekauft hat oder anderweitige Produkte. Da macht es hin und wieder Sinn, Pay-Shootings anzubieten oder anzunehmen.

Als Model ganz groß rauszukommen ist ebenfalls etwas schwierig. Da kommen wieder die Agenturen ins Spiel oder aber man hat einen tollen Fotografen oder Auftraggeber, der viele Leute kennt, die daran interessiert sind, eine Person zu vermarkten. Ich bin schon oft gefragt worden, ob ich vorhabe, berühmt zu werden oder hauptberuflich durchzustarten. Wenn man sich jetzt den Artikel durchgelesen hat, kann man sich sicherlich die Antwort darauf selbst geben. Ich in meinem Fall kann nur sagen, dass ich nicht daran interessiert bin, sonderlich berühmt zu sein. Ich liebe das, was ich mache, weil ich daran Spaß habe und ich meine Persönlichkeit entfalten kann. Die Arbeit vor der Kamera – egal ob als Model oder Darstellerin – dient mir zum Ausgleich. Ich habe einen Hauptjob, mit dem ich Geld verdiene und das ist gut so. Ich weiß, was ich möchte und wie weit ich gehen möchte, kenne meine Grenzen und das ist sehr wichtig, wenn man in dem Bereich tätig sein will. Wichtig ist, sich immer wieder neu entdecken und dazulernen zu wollen. Man muss mit Absagen klarkommen können und kritikfähig sein, denn als Typ passt man eben nicht immer. Wenn es um einen Job geht, darf man nicht kleinlich sein wenn es um das Outfit oder Make-up geht. Da geht es weniger darum, was man selbst will sondern eher darum, was der Auftraggeber will. Hin und wieder in die sauren Apfel zu beißen, gehört also ebenfalls dazu.

Vielleicht konnte ich mit diesem Beitrag mal ein anderes Bild davon vermitteln wenn es darum geht, als Model vor der Kamera aktiv zu sein. Die wenigsten Menschen wissen, was es wirklich heißt und werden durch die Medien stark beeinflusst und manipuliert. Es geht nicht immer alles flüssig und Hand in Hand. Mal sind die Zeiten gut und mal weniger gut. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, seine eigene Sicherheit zu schaffen. Jedenfalls sehe ich das so.

Wer noch mehr darüber wissen will oder sogar eine bestimmte Frage hat, dem steht es jederzeit frei, mich über das Kontaktformular - siehe ganz unten im Blog - zu erreichen. Ich werde die Nachricht so schnell es geht beantworten.


Liebe Grüße

Mittwoch, 21. September 2016

Das komplette AUS für facebook

Liebe Leser,

vielleicht haben einige von euch mitbekommen, dass ich in den nächsten Tagen auch meine facebook-Seite schließen möchte, nachdem ich facebook privat schon den Rücken gekehrt habe. In diesem Artikel möchte ich einige Gründe dafür nennen:

Ich betreibe die facebook-Seite jetzt schon seit ungefähr vier Jahren. Es hat sich schon einiges angesammelt und die Alben sind immer gepflegt worden. Auch eine Fanbase hat sich mit der Zeit entwickelt – alles schön und gut

ABER: wenn man jetzt bedenkt, vier Jahre sind eine durchaus lange Zeit, in der sich viel entwickeln kann und betrachtet man daraufhin, was sich wirklich getan hat, komme ich zu folgendem Punkt: Leider ist meine Seite an einem Punkt stehen geblieben. Immerhin hat die Seite über 2000 Fans erreicht, aber mehr wird es leider schon seit Monaten nicht mehr. Von Entwicklung kann hier also nicht wirklich die Rede sein. Selbst das Teilen in Gruppen bringt so gut wie gar nichts – häufig werden die Bilder nicht einmal gesehen, weil Gruppen geradezu von solchen überschwemmt werden.
Ein anderer Punkt: Seit Wochen habe ich das Problem, dass hochgeladene Bilder plötzlich verschwinden und nicht wieder auftauchen. Ich habe jede mögliche Problemlösung ausprobiert, sogar das Passwort geändert, Cookies gelöscht, aber das Problem ließ sich nicht beheben. Wenn also das Hochladen von Bildern nicht funktioniert, macht das die Funktion einer solchen facebook-Seite obsolet.

Ich habe schon des Öfteren darüber nachgedacht, die facebook-Seite zu schließen und wollte ihr gern eine neue Chance geben. Erst hat es so ausgesehen, als würde sich etwas tun, aber leider hielt dieser Enthusiasmus nicht lange an. Es kann natürlich auch sein, dass man insgesamt das Interesse an meinen Bildern verloren hat oder man es einfach spannender findet, wenn Mädels die Beine spreizen und sexuell mit Gegenständen oder anderen Menschen agieren – ich möchte mich dazu nicht negativ äußern, schließlich muss jeder selbst entscheiden, wie weit er oder sie gehen möchte und welche Ziergruppe erreicht werden soll. Mir wird meine Zeit langsam zu kostbar, um sie weiterhin in etwas zu investieren, was auf kurz oder lang keine Früchte trägt.

Facebook mag das weltweit größte Netzwerk sein, ist aber – wie wir alles wissen – äußerst umstritten. Beitragsreichweiten werden schon seit den letzten zwei bis drei Jahren immens geschwächt, sodass ohne Geldinvestition gar nichts mehr läuft. Anerkennung sollte aber kein Geld kosten, sondern lediglich das Resultat davon sein, was man aus eigener Kraft, beziehungsweise mit vereinten Kräften, geschaffen hat. 

Es gibt auch noch andere Netzwerke, mit vielen tollen Vorteilen. Und eben weil es sie gibt, werde ich zukünftig meine Energie in die Plattformen investieren, die sich bisher auszahlen. Die Zukunft mag sicherlich ungewiss sein, allerdings hat alles irgendwann ein Ende – frühestens dann, wenn etwas aussichtslos zu sein scheint. Durchaus sehr schade, aber gewiss kein Weltuntergang.

P.S. Wahrscheinlich werden einige Leute jetzt denken, ich hätte sie getriggert, weil sie mein facebook-Profil noch / erneut / wieder entdeckt haben und sich nun fragen, ob ich euch nur verarschen wollte. 

Wer näheres dazu wissen will, sollte unbedingt diesen Beitrag lesen: http://elsiswelt.blogspot.de/2017/01/ein-lebenszeichen.html

Dienstag, 13. September 2016

Filmrezension: A GIRL LIKE HER

A GIRL LIKE HER

Genre:
Drama
Schauspieler: Lexi Ainsworth, Hunter King, Jimmy Bennet
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten

Auf Netflix heißt es: „Mit einer versteckten Kamera und einem Dokumentarfilm sagt eine Highschool-Schülerin, die gemobbt wird und an Selbstmord denkt, ihrer Peinigerin den Kampf an.“ 

Weil mich der Text angesprochen hat und ich finde, dass das Thema Mobbing sehr wichtig und leider nicht selten an Schulen oder gar Arbeitsplätzen präsent ist, habe ich mir den Film angesehen. Jessica Burns. Hauptprotagonistin des Films, ist Schülerin an einer Highschool. Schon nach nur sehr wenigen Minuten wird deutlich, dass etwas nicht ganz rund läuft und vertraut ihrem besten Freund Brian an, dass sie an der Schule schikaniert wird und zu große Angst hat, um das Thema publik zu machen. Daraufhin schlägt Brian vor, die alltäglichen Strapazen mit Hilfe einer verstecken Kamera – einer hergerichteten Libelle, die als Anstecknadel fungieren soll -  aufzunehmen. Auch Brian möchte seine Handkamera nutzen, um die Ereignisse zu dokumentieren. Allerdings muss er Jessica versprechen, das Material niemals jemandem zu zeigen, um die Situation nicht noch schlimmer zu machen. Schlimmer kommt es allerdings nach einer gewissen Zeit später, denn Jessica schluckt eine handvoll Pillen, – aufgenommen von ihrer versteckten Kamera - gerät dadurch ins Koma und ein Kampf um ihr Leben beginnt. Daraufhin wird anlässlich des Dramas ein Dokumentarfilm an ihrer Highschool gedreht und sämtliche Schüler werden zu Jessica Burns und ihrer Situation befragt. Schnell kommt heraus, dass sie schikaniert worden ist – von ihrer ehemalig besten Freundin Avery... Auch auf Brain kommen die Reporter zu sprechen und finden heraus, dass er sich selbst die Schuld gibt, das alles so weit gekommen ist. Auch kommt irgendwann ans Licht, dass es eindeutiges Filmmaterial gibt. 

Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt des Films verraten. Interessant ist neben dem Umgang mit dem Thema die Kameraführung, die zwischen der versteckten und Dokumentarfilmkamera hin und her switcht. So wird auch eine Spannungskurve geschaffen, die dazu führt, dass der Zuschauer unbedingt wissen will, wie es weitergeht. An der Highschool wird das Thema Mobbing mit seinen Folgen heftig diskutiert, parallel dazu hängt Jessicas Leben am seidenen Faden.

Mich hat der Film emotional sehr gefesselt und ich bin sogar der Meinung, dass dieser Bestandteil an Schulen werden sollte, um in einer realistischen Weise Kindern und Jugendlichen das Thema Mobbing nahe zu bringen. Es ist kein Geheimnis, dass regelmäßig an Schulen und sogar an Arbeitsplätzen – wo man es mit erwachsenden Menschen zu tun hat – gemobbt wird und sich die Opfer oftmals nicht trauen, das Thema offen anzusprechen. Auf der anderen Seite wird das Thema anscheinend nicht ernst genug genommen und Folgen werden nicht früh genug vermieden. Aus diesem Grund ist es wichtig – aus Aufklärungsgründen – den Film zu sehen und auch zu verstehen.


Ich empfehle A GIRL LIKE HER, weil er sich realistisch mit einem alltäglichen Thema befasst, welches uns viel näher ist, als wir denken und gefährliche Folgen haben kann, wenn man dem Thema Mobbing nicht genügend Beachtung entgegen bringt. Noch dazu wird in dem Film nichts verschleiert, sondern er zeigt uns mit der bitteren Wahrheit die eiskalte Schulter.

Freitag, 26. August 2016

Wie alles begann

Weil ich jetzt schon länger nichts mehr geschrieben habe dachte ich mir, ich muss mal wieder einen Beitrag verfassen. Ich habe auch überlegt, was ein gutes Thema wäre, denn leider ist es nicht so einfach etwas zu finden. Ich habe dann mal einen Blick auf die Umfrageergebnisse geworfen und bemerkt, dass einige – immerhin vier Personen – daran interessiert sind zu wissen, wie ich überhaupt zum Modeln gekommen bin. Ich muss ehrlich gestehen mir zu wünschen, es hätten sich mehr Leute an der Umfrage beteiligt. Ich möchte das Interesse dieser Vier allerdings nicht außer Acht lassen, noch dazu halte ich es für sinnvoll, überhaupt die Anfänge zu thematisieren und habe deshalb den Artikel darüber verfasst, wie alles begann.

Ich wollte nie Model werden und habe als Model auch nicht angefangen. Die Eltern eines ehemaligen Freundes von mir haben uns – den Freund und mich - eines Tages mal zu einem Casting mitgenommen. Dieses war für eine Produktionsfirma, die ihre Darsteller aus ihrer eigenen Kartei für ihre Produktionen einsetzen. Das Casting verlief erfolgreich und wenige Monate später hatte ich meine erste Rolle mit Sprechtext für eine Gerichtssendung – ich weiß, das ist absolut nichts großes, aber für mich war das damals eine große Sensation. Ich war vom Drehbuch und von der Story begeistert und konnte mich gleich von der besten Seite zeigen. Nachdem ich damit sehr viele Menschen überzeugt und ich nach und nach immer wieder Anfragen bekommen hatte, habe ich sehr großen Spaß und Freude daran bekommen. Ich habe danach auch noch einige Casting für andere Produktionsfirmen gemacht, um einfach die Möglichkeiten zu erweitern.

Wie es aber oft so ist, wurde mir das irgendwann zu langweilig. Es war irgendwie immer dasselbe und nicht mehr besonders reizvoll für mich. Eine große Sache war für mich der Dreh für einen Kinofilm mit anschließender Filmpremiere. Ich kann aber gleich vorweg sagen, dass diese Premiere für mich ein großer Pechtag gewesen ist. Es lief unglaublich viel schief… vielleicht werde ich dieses Thema in einem gesonderten Beitrag etwas genauer erläutern. Jedenfalls, seit dieser besagten Dreherfahrung waren für mich die Einsätze für das Nachmittagsprogramm nicht mehr zu vergleichen mit einem hochprofessionellen Dreh für einen Kinofilm. Ich habe mit den Hauptdarstellern vor der Kamera gestanden. Also nicht mit „irgendjemanden“, sondern richtig mit Profis.

Ein Einschlag waren dann auch wohl die immer seltener werdenden Anfragen. Ich musste mir etwas anderes überlegen, was man ansatzweise mit filmischer Kamera vergleichen konnte. Und so machte ich vorerst Erfahrungen auf der Bühne als Tänzerin, weil ein Freund von mir eine Tänzerin für sein Bandprojekt gesucht hatte. So entstanden die ersten Fotos. Ich habe mich irgendwann auf einer Model- und Fotografenplattform angemeldet. Das erste Shooting – das war im Jahr 2011 - hatte ich allerdings mit Bedacht ausgewählt: Ein Kommilitone, der nebenbei fotografiert hatte, ist auf mich aufmerksam geworden und so kam das eine zum anderen. Das erste Studioshooting folgte – das Shooting mit dem besagten Kommilitonen fand in seinem großen Haus statt -  und so kamen mehr Anfragen und mein Interesse wurde größer und größer. Ich war begeistert von der neuen Welt und den Möglichkeiten, von den Leuten sowieso. 

Was vielleicht für einige ganz interessant sein könnte: Das erste Fetisch-, Teilaktshooting hatte ich bereits im Jahr 2012. Ich habe sehr früh vieles ausprobiert und hatte auch immer Glück, was die Fotografen betroffen hatte, beziehungsweise habe ich recht früh erkannt, welcher Kontakt sich für mich lohnt und hilfreich sein könnte und auf wem ich besser verzichten sollte.

Eine Regelmäßigkeit hat sich im Jahr 2013 eingependelt. Zwischenzeitig habe ich weitere Bühnenerfahrung für eine Fetischshow machen und habe so sehr schnell eine gewisse Offenheit sowie Professionalität entwickeln können. Von Anfang an hatte ich es mit sehr guten, talentierten und erfahrungsreichen Menschen zu tun und das kam mir die Jahre zu Gute.

Mittlerweile ist es so, dass ich mir Fotografen auswähle, die mir Vorteile bieten, die mich weiterbringen. Mit Anfängern habe ich es schon lange nicht mehr zu tun es sei denn, sie sind dazu bereit, mich entsprechend zu bezahlen. Eine große Ausnahme mache ich dann, wenn die Arbeiten wirklich grandios sind. So etwas ist selten, gibt es aber durchaus. Ich habe einen Blick für gute Arbeiten entwickelt und auch ein Gespür dafür, mit was für Leuten ich es zu tun habe. Ich empfinde das als sehr wichtig, wenn man auch freie Arbeiten anbietet, um die Sedcard zu erweitern. Seit diesem Jahr – also 2016 – bin ich sogar nebenberuflich selbständig, demnach bewege ich mich also im semiprofessionellen Bereich. Ich arbeite sowohl auf eigener Faust, als auch mit Agenturen zusammen, wobei letzteres sich häufig nicht lohnt. Aber vielleicht ändert sich das auch noch.

Ich arbeite wirklich unheimlich gerne vor der Kamera. Ich muss aber gestehen es sehr schade und traurig zu finden, dass ich als Darstellerin nicht sehr oft angefragt werde, dabei gefällt mir die schauspielerische Richtung am besten. Ich würde gern mehr Erfahrung in dem Bereich machen wollen und arbeite darauf momentan hin. Ich wollte übrigens nie eine Schauspielausbildung machen und möchte das auch nach wie vor nicht. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig und würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Somit wäre ich auch schon am Ende dieses Artikels und hoffe sehr, dass einige ihren Gefallen daran finden werden. Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, für Vorschläge immer offen zu sein – das Kontaktformular gibt es nicht ohne Grund. Ihr dürft mich für konkrete Anliegen immer gern kontaktieren, ich freue mich jedenfalls sehr darüber.

Bis dahin und einen lieben Gruß an die Leser,

Elsi S

Freitag, 29. Juli 2016

Einige Wochen später... wie ist das jetzt so?

Mehrere Wochen sind nun vergangen, als ich mich dazu entschieden hatte, mein facebook-Account zu deaktivieren. Vielleicht werden sich einige Leute fragen, wie es mir damit so ergeht, ob ich etwas vermisse oder es ganz anders ist als zuvor.

Richtig viel verändert hat sich erst einmal so nichts. Ich bin auf facebook nicht mehr aktiv und bekomme wahrscheinlich von vielem nichts mehr mit. Durchaus schade ist, dass ich über Events nicht mehr informiert werde – das war vorher so einfach. Auf der anderen Seite sehe ich es aber auch so, dass man jetzt eben mehr gezielt nachfragen oder recherchieren muss. Ebenfalls etwas schade finde ich, dass man Neuigkeiten nicht mehr unbedingt so einfach teilen kann. Das ist tatsächlich für mich etwas ungewohnt. Sobald es irgendetwas Neues gegeben hat, dauerte es nicht mehr lange, bis ich die anderen User daran teilhaben ließ. Vielleicht aber interessiert das einen Großteil eh nicht so besonders.

Nach wie vor präsentiere ich neue Bilder auf meiner Seite, aber das ist mit nur wenigen Minuten getan. Meine Künstlerseite erfüllt also nach wie vor ihren Zweck. Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass man mich nur noch über meine Seite verlinken kann und kein Zusammenhang mit einem Privatprofil zu erkennen ist. Ich finde, dass das zusätzlich die Professionalität unterstreicht. Mir gefällt das sehr gut.

Für andere ist es sicherlich nicht mehr unbedingt einfach, mich zu kontaktieren, aber die Möglichkeiten bestehen durchaus. Nicht umsonst gibt es das Kontaktformular auf meiner Webseite – oder auch hier - sowie meine Mailadresse. Bisher wurden beide Möglichkeiten nicht genutzt - allerdings sind einige Leute auch im Besitz meiner Handynummer. Demnach ist vieles via WhatsApp schnell geregelt. Für den Fall, dass ich etwas Wichtiges mitzuteilen hatte, konnte ich bisher immer die betreffenden Leute erreichen.

Seitdem ich facebook nicht mehr nutze, bin ich viel gelassener und investiere meine Zeit gezielter. Ich ärgere mich nicht mehr über Beiträge oder Kommentare und werde nicht mehr durch Nachrichten belästigt. Ich nutze nun verstärkt die Modelkartei und hin und wieder auch google+ zum Netzwerken. Es gibt auch noch einen Instagram-Account, wo mir Leute folgen können sowie Twitter, was ich aber nur selten nutze und so oder so mit meiner Künstlerseite auf facebook verknüpft ist. Sobald ein Beitrag auf der Seite verfasst wird, taucht es auf Twitter im Feed für andere User auf. 

Aber noch etwas hat sich verändert: Seitdem ich facebook nicht mehr nutze, weiß ich meine Privatsphäre viel mehr zu schätzen. Sobald man nämlich die Möglichkeit hat, etwas mit Hilfe eines Netzwerkes zu teilen oder gar loszuwerden, nutzt man sie. Oder sagen wir besser: Die Gefahr dafür ist größer. Man kotzt sich aus, weil wieder irgendetwas blödes passiert ist, ärgert sich über eine bestimmte Person und rückt dann irgendwann damit heraus, um wen es sich eigentlich handelt oder der eine oder andere kommt selber drauf, weil er oder sie dazu in der Lage ist 1 und 1 zusammenzuzählen. Jetzt gibt es immer noch Dinge, die mich ärgern, es gibt hin und wieder einiges, das sich verändert und doch bleibt es vorerst bei mir. Außerdem begebe ich mich nicht mehr in die Gefahr, missverstanden zu werden, weil ich mich zwangsläufig aus allem heraushalte.

Noch dazu beschäftige ich mich mit Dingen, die mehr Informationen versprechen. Für Nachrichten nutze ich Apps oder lese auf repräsentativen Seiten nach. Und was wirklich wahnsinnig schön ist: Die Ablenkungsrate sinkt erheblich! Ich kann jetzt in Ruhe Serien oder Filme schauen, ohne vorher unterbrechen zu müssen, weil es auf facebook etwas Neues gibt oder ich angeschrieben worden bin. Sicherlich gibt es Personen, die da konsequent sind und den Computer einfach ausschalten – bei mir schon einmal nicht möglich, weil ich Serien und Filme über den Laptop schaue – oder die Tabs einfach schließen. Aber weil es facebook für mich nicht mehr gibt, komme ich gar nicht erst in Versuchung. 

Ich kann also zusammenfassend sagen, dass facebook für mich keinen Verlust darstellt. Ich habe nicht einmal den Drang, vielleicht doch mal eben schnell nachzusehen, was sich so getan hat. Ich konzentriere mich deutlich mehr auf mich selbst und auf mein Umfeld. Wenn mir langweilig ist, mache ich etwas anderes, anstatt meine  Zeit mit facebook zu verschwenden (!). Eines weiß ich zudem ganz sicher: Es gibt eine ganze Menge Leute, die irrelevantes Zeug von sich geben und mindestens einen davon kenne ich persönlich sehr gut. Ich frage mich dann einfach nur, ob diese Person nichts besseres zu tun hat oder ob das, was diese Person von sich gibt, wirklich jemanden interessiert. Nun ja, aber wer sich mitteilen will, der tut es. Zu jeder Zeit.

Ich genieße es derzeit, ein verschlossenes Buch zu bleiben, was mein Privatleben betrifft. Die Differenzierung zwischen diesem und der Arbeit vor der Kamera wird noch viel deutlicher und ich mache mich nicht mehr zu einem Angriffsziel für Menschen, die keine Ahnung haben oder viel besser in ihrer dunklen Ecke geblieben wären, um allein zu versauern, sich über ihr langweiliges Leben zu ärgern oder schlichtweg darüber, mit sich nichts anfangen zu wissen und billige Tricks anweden, um eben andere schlecht zu machen oder zu beleidigen. 

Eines finde ich aber noch wichtig: Ob jemand facebook nutzen möchte oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Ich verteufle niemanden, der das tut und schere auch niemanden unter einen Kamm. Facebook bietet durchaus auch eine ganze Menge Vorteile, aber für mich habe ich diese nicht mehr als sinnvoll erachtet, beziehungsweise ziehe einfach andere Methoden vor. Ich freue mich außerdem über jede Nachricht oder Mail, auf ein Lebenszeichen von jedem, der mir immer gern gefolgt ist.

Die Welt ist groß und irgendwo auf dieser werde ich nach wie vor verweilen. ;-)

Montag, 18. Juli 2016

Schmetterling für dich


Ich habe einen Schmetterling für dich gefangen
und ihn wieder frei gelassen,
weil Freiheit bedeutet, loszulassen.

Ich schaue ihm gern entgegen
wie er fliegt, immer weiter und weiter
wohin es ihn auch trägt,
wohin es ihn begehrt zu leben.

Ich konnte ihn nicht behalten,
weil ich auch dich nicht hielt
Ich musste ihn gehen lassen
weil ich auch dich gehen ließ

So ließ ich ihn einfach fliegen,
doch meine Träume sind nicht dahin
Nicht dahin ist der Duft von süßen Rosen
und das Kribbeln auf meiner Haut
All das ist gewesen, als ich fing den Schmetterling.

Ich habe einen Schmetterling für dich gefangen
und ihn wieder frei gelassen,
weil ich selbst nicht weiß wohin.

Ich schaue ihm noch einmal entgegen
doch er fliegt nicht mehr, ich sehe ihn nicht
wohin es ihn auch getragen hat,
wohin es ihn auch begehrt zu leben.

Ich habe diesen Schmetterling für dich gefangen,
weil ich dir sonst nichts geben kann
Doch ich habe ihn wieder freigelassen
damit er von selbst zu dir finden wird.

Wohin es ihn auch tragen mag,
wohin es ihn auch begehren wird zu leben.
Wenn der Weg der richtige sein wird, wird er dich finden.

Vielleicht wirst du einen Schmetterling für mich fangen
und ihn gleich wieder frei lassen,
weil du dich an mich erinnern

und den Weg zu mir zurück finden wirst.

- Elsi S. -

Montag, 11. Juli 2016

Irgendwann hat jedes Buch ein Ende und wird geschlossen

Manchmal kommt alles so wie es kommen muss oder aber die Zeit ist reif, sich von gewissen Dingen zu trennen. So erging es mir in den letzten Tagen mit meinem facebook-Account und letzten Endes kam ich zu dem Entschluss, mich von der Plattform zu trennen.

Ich muss zugeben, den Gedanken schon länger gehabt zu haben, aber durchringen konnte ich mich dazu nie, sondern habe immer gedacht, es sei immer noch die beste Möglichkeit präsent zu sein, sich über Events zu informieren oder mit Leuten in Kontakt zu bleiben. Tatsächlich war es aber so, dass ich nach und nach immer mehr mit den Schattenseiten konfrontiert worden bin. Egal ob es total dämliche Beiträge von „Freunden“ waren, peinliche Diskussionen und Äußerungen in Gruppen oder einfach nur nervige Nachrichten und Kommentare: Ich hatte davon irgendwann die Nase voll. In einem geposteten Video hatte ich versucht, die Sachlage etwas zu erklären und bereits angekündigt, dass ich plane, den Account auf Eis zu legen und damit auch die damit verbundene Künstlerseite. Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich – von den Interpretationen mal ganz abgesehen. Viele haben ausschließlich meine Künstlerseite damit in Verbindung gebracht, dass negative Reaktionen normal seien, ich über Beleidigungen hinweg sehen sollte etc. Nur sehr wenige haben verstanden, dass ich tatsächlich die gesamte Plattform kritisiert hatte. 

Facebook ist für mich die reinste Seuche geworden. Ich habe den Eindruck, dass facebook für viele Menschen der Puffer ist, um innerhalb unserer Welt etwas „zum Besten“ zu geben. Egal was, Hauptsache irgendetwas sagen. Und weil wir ja in einem sozialdemokratischen Staat leben, möchte ich - also der User – von meinem freien Meinungsrecht gebrauch machen. Und wehe du – also der andere User – sagst etwas dagegen! Es ist meine Meinung und diese ist unantastbar. Und wenn ich dich scheiße finde, dann sage ich das auch! Ich finde sowieso alles scheiße, was mich nicht betrifft, also mache ich es nieder. Diskussionen sind dabei ganz großes Kino, denn „endlich ist hier mal was los“. Es wird schon Popcorn bereitgestellt – die passenden Smileys oder Memes gibt es dafür ja bereits – und dann ran an die Tasten, oder? Und hey, schau dir das mal an: Da postet ein Übergrößenmodel ein Bild von sich, dass sie sich dafür nicht schämt... Ich sehe zwar auch nicht viel besser aus als die, aber mich sieht ja niemand im dunklen Kämmerlein. Ich muss diese Person natürlich erstmal fett beleidigen – verstehst du „fett!“

Oder andere Sachen in Fotogruppen: „Hey! Ich bin ein verdammt geiler Fotograf, der nichts kann, aber ich sehe das nicht so, weil ich an einer Wahrnehmungsstörung leide und ich es schick finde, wenn ich Mädels in Badewannen stecke, Cornflakes und Milch dazugebe und repräsentative Bilder davon schieße. Gut sind auch solche Sachen: „Hallo, ich bin ein Model. Ich bin 16 und hab Bock auf Shootings. Wer hat Lust? Ich habe übrigens keine Erfahrung, aber ich will Bilder für umsonst.“

Schön waren auch immer Kommentare auf meiner Seite, wie in etwa: „Boah Elsi, du bist voll arrogant mit deinen blöden Kritiken ey. Du nimmst dich voll für richtig wichtig und hast keine anderen Probleme in deinem Leben, als über Unzuverlässigkeit und nervige Nachrichten zu reden ey. Und du bist voll dumm, weil du dich über jeden Mist hier aufregst, aber ich find das voll witzig und lach mir jedes Mal voll einen ab.“

So bzw. so ähnlich ging es die letzten Wochen ständig ab. Aber tatsächlich war es viel extremer, wenn ich mit meinem Privatprofil unterwegs war. Auf meiner Seite ging es oftmals erst dann ab, sobald ich in irgendeiner Form etwas kritisiert habe, was mich als Künstlerin nun einmal beschäftigt hat. Was ich nach wie vor nicht witzig finde, wenn etwas über konstruktive Kritik hinaus geht und es persönlich wird. Aber eben genau darauf steht der Abschaum nun einmal. Traurig, aber wahr.

Vor wenigen Tagen also habe ich meinen privaten Account deaktiviert, meine Seite allerdings besteht weiterhin. Ich habe es mir jetzt zum Ziel gemacht, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Künstlerseite als Präsentationsmedium zu nutzen. Ich werde weiterhin Bilder hochladen, aber für Beiträge, Kritiken und ähnliches werde ich diesen Blog nutzen. Denn hier habe ich eine Kontrolle darüber, was in welcher Form geschrieben wird und ob es sichtbar sein soll oder nicht. Wer sich hierhin verirrt, hält sich an meine Regeln, wie in einer richtigen Demokratie eben.

Natürlich besteht ein Profil, um die Seite verwalten zu können, aber dieses ist für alle unzugänglich. Ich habe facebook als Community den Rücken gekehrt und nutze lediglich den einzigen Vorteil, nämlich mich selbst darstellen und Arbeiten präsentieren zu können. Meine Künstlerseite steht für einen Ausschnitt meines Lebens, der für alle öffentlich ist. Alles, was darüber hinausgeht, bleibt in weiter Ferne und wird es auch bleiben.

Dieser Artikel ist etwas länger geworden als die anderen, aber ich bin einfach kein Freund davon, mich so kurz wie möglich halten zu müssen. Ich hoffe, dieser Artikel war für euch interessant. Bitte denkt daran, bei der Umfrage oben rechts mitzumachen, damit ich mich auch auf die Leser einstellen und Themen anpassen kann. Für den Fall, dass euch etwas Bestimmtes interessieren sollte, steht mein Kontaktformular ganz unten für euch bereit.

Liebe Grüße und bis demnächst

Freitag, 1. Juli 2016

Die Geburtsstunde von "Elsi Spring"

Fragt man mich nach meinem richtigen Namen so stellt man fest, dass dieser mit meinem Künstlernamem absolut keine Ähnlichkeit hat. Und so fragt man mich dann sehr häufig, wie ich zu „Elsi Spring“ kam. Darum soll es in diesem Artikel gehen.

Der Name „Elsi“ hat für mich eine ganz besondere und tiefsinnige Bedeutung. Ich habe mir diesen Namen selbst gegeben und wollte mir wohl einen Spaß mit meiner damaligen Kindergärtnerin erlauben, als ich ungefähr drei oder vier Jahre alt war. Ich erzählte ihr, mein Name würde „Elsbeth“ lauten und weil ich ständig mit diesem Namen gerufen worden bin und ich nicht darauf hörte, wurde meine Mutter darauf hingewiesen, ich hätte eventuell einen Hörschaden. Als sie  mich daraufhin mit meinen richtigen Namen rief, brach die Kindergärtnerin wohl in Gelächter aus und klärte meine Mutter auf. So wurde aus „Elsbeth“ „Elsi“ und seitdem ist „Elsi“ mein Spitz- und Rufname bei meiner Mutter, noch dazu ein Insider von uns.

Demnach fiel es mir nicht sonderlich schwer, einen Pseudonym für Internetplattformen wie facebook & Co. Zu finden. Allerdings war auch noch ein Nachname notwendig und so fing ich zu überlegen an und kam auf den Namen „Spring“, also das englische Wort für „Frühling“ – „Elsi“  Frühling hätte sich echt dämlich angehört. „Spring“ ist also nicht der Imperativ von „springen“, sondern bedeutet „Frühling“. Auch mit dieser Jahreszeit verbinde ich etwas, denn sie bedeutet  für mich Neuanfang, der Beginn eines neuen Zyklus. Und tatsächlich haben mich Neuanfänge bisher ständig begleitet: Man macht neue Erfahrungen, reflektiert kontinuierlich sich selbst und kommt irgendwann zu einem Punkt, etwas anders machen zu wollen und zu müssen. Dabei hört etwas niemals auf und man lässt auch nichts einfach so liegen, sondern nimmt es mit und lernt daraus. Irgendwie war das ständig so, egal an was ich da denke: Ob ein neuer Ortswechsel, neue Bekanntschaften oder neue Ereignisse – ständig gab es etwas Neues, das mich mitgezogen hatte.

Seitdem war "Elsi Spring" also mein Pseudonym und nun wisst ihr, wie es zu diesem Namen gekommen ist. Es dauerte eine Zeit lang, ehe der Name auch zu etwas anderem als nur zu einem Pseudonym wurde. Davon ahnte ich derzeit noch nichts. Aber was das betrifft, das ist eine andere Geschichte. ;-) Wen das interessiert, der kommt gerne wieder und liest meinen nächsten Artikel.

Wer sich an der Gestaltung des Blogs beteiligen möchte, kann gerne an der Umfrage abstimmen, die dazu dienen soll, mich an der Lesern zu orientieren. Sollte euch etwas bestimmtes interessieren, könnt ihr mich gerne und jederzeit über das Kontaktformular ganz unten kontaktieren.

Ich freue mich uns bis dahin. :-)

Dienstag, 28. Juni 2016

Willkommen auf meinem Blog

Da ich letztens meine Homepage umgestellt habe und diese nun das Unterbringen von Texten etwas schwer macht, kam die Überlegung auf, einen Blog zu erstellen. Bilder sind zwar gut und schön, aber hin und wieder gibt es auch Dinge, die man nur mit Worten wiedergeben kann und ab und zu ist es sogar notwendig, das eine oder andere zu erzählen, über etwas aufzuklären oder mal etwas mitzuteilen.

Die meisten kennen mich als Elsi Spring – dem Model auf zahlreichen Bildern oder der Darstellerin, die schon einige Male im Fernsehen war und in nichtssagenden Filmen mitgespielt hat. Ich bemühe mich dabei grundsätzlich, möglichst viele Seiten von mir zu zeigen. Dabei stehe ich zu dem was ich tue, ich verstecke mich nicht und was das wichtigste dabei ist: Ich verstelle und verbiege mich nicht. Ich zeige lediglich Facetten auf, die Teile meiner Persönlichkeit widerspiegeln. Nur wenige mögen dazu in der Lage sein, all diese Teile zu einem gesamten Bild zusammenzusetzen – es als ein Ganzes zu sehen. Und was es schier unmöglich macht: Mich als Person zu kennen. Und damit meine ich nicht „kennen“ im Sinne von „habe ich schon gesehen“, sondern viel mehr im weitesten Sinn: In etwa „kennen so gut wie meine Westentasche“. Ich muss ehrlich gestehen, das von sich zu behaupten, traue ich zwei bis drei Personen zu, mit mir ausgeschlossen – und bei mir bin ich mir sogar manchmal gar nicht so sicher. :-D

Worauf ich aber hinaus möchte ist folgendes: Es gibt so viele spannende Dinge zu erzählen und manchmal lohnt es sich, diese zu teilen. Dabei möchte ich mich aber auch an dem orientieren, was andere gerne wissen möchten. Und da jeder andere Interessen hat, lade ich jeden dazu ein mitzumachen und mich zu unterstützen, beziehungsweise mir zu helfen, meinen Blog zu einer interessanten Sache zu machen. Dabei möchte ich die Bilder, die ich als Model von mir machen lasse, von den Texten trennen, deswegen werde ich hier keine zeigen. Was ich aber gerne möchte ist, andere zu ermutigen, einfach sie selbst zu sein, Dinge zu tun, die einen selbst glücklich machen, dem eigenen Herzen zu folgen, immer Mut zu haben und stark zu sein und sich niemals – hörst du NIEMALS! - unterkriegen zu lassen, egal was die anderen sagen. Denn du bist du und nicht die anderen. Du entscheidest über dein Leben und sonst niemand. Und du entscheidest natürlich auch nicht über das Leben anderer, so viel muss dir klar sein.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann komm in meine Welt – in Elsis Welt – und lasse dich inspirieren / unterhalten / informieren / u.ä. Wenn du interessiert bist, dann komm gerne wieder und scheue dich nicht davor, deine Fragen zu stellen oder Anregungen zu formulieren. Ich werde mich natürlich an dem orientieren was ich mache – an meiner Welt – und teile das mit dir. 

Ich freue mich sehr über zahlreiche Leser und lade alle herzlich dazu ein, hin und wieder einen Blick auf meinen Blog zu werfen.

Wenn ihr selbst Ideen oder Anregungen habt oder etwas bestimmtes wissen wollt könnt ihr mich gern über die folgenden Wege erreichen und kontaktieren:

oder über das Kontaktformular unten.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit,

bis demnächst.

Was passiert im Jahr 2019?

Es ist unglaublich, aber wahr: Das Jahr 2018 ist fast zu Ende. Weil ich schon länger auf meinem Blog nichts mehr geschrieben habe dachte ich...